Schimmelpilz

Es gibt zwei Ursachen, weshalb es in einer Wohnung zu Feuchteschäden wie zum Beispiel Schimmelpilzbefall kommen kann:

1. Die relative Luftfeuchtigkeit ist zu hoch.
2. Die Oberflächentemperatur der Wände ist zu tief.

 

Relative Luftfeuchtigkeit

In jeder Wohnung wird laufend Feuchtigkeit erzeugt: beim Baden, Kochen, Waschen, Trocknen oder durch Zimmerpflanzen. Dabei fallen je nach Vorgang unterschiedliche Mengen an Feuchtigkeit an.

In Räumen mit zu hoher Luftfeuchtigkeit wird die Bildung von Schimmel und Sporen begünstigt. Feuchte oder zu trockene Luft kann sich nachteilig auf das körperliche Wohlbefinden auswirken. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit wird die Verdunstung von Schweiss an der Hautoberfläche erschwert. Wir empfinden diesen Zustand als unangenehm schwül. Feuchter Staub kann auch Träger von Krankheitserregern sein.

Längeres Einatmen von zu trockener Luft kann anderseits kann die Schleimhäute austrocknen. Dadurch wird die Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten erhöht. Zudem schwebt in trockenen Räumen mehr Staub in der Luft.


Oberflächentemperatur der Wände

Die Oberflächentemperatur der Wände spielt eine zentrale Rolle, da sich das Kondenswasser immer dort absetzt, wo der Untergrund am kühlsten ist. Setzt sich das Kondenswasser auf wasserabweisenden oder wasserdichten Schichten wie z.B. Fensterscheiben, Spiegeln, Fliesen usw. ab, kann dieses entfernt werden, ohne dass die Materialien Schaden nehmen.

Kritischer ist es, wenn sich Kondenswasser an saugfähigen Bauteilen und Oberflächen absetzt. Da die Feuchtigkeit gleich vom Untergrund aufgesogen wird, bilden sich kleine Wassertropfen. Hervorgerufen durch Staub, der sich auf den feuchten Stellen ablagert, kommt es zu dunklen Verfärbungen. Im Anschluss daran kann sich die Tapete lösen oder der Anstrich abblättern. Die Bildung von Schimmel setzt ein. Die vereinzelten Pünktchen können sich rasch zu einem dichten Schimmelrasen weiterentwickeln, während parallel dazu ein zunehmender Modergeruch einsetzt.